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Da die Schönheit nie aus der Mode kommt

Was ist eigentlich das Silikon? 

Das Silikon wird von der Medizin weit und breit verwendet: Überzug von Sonden, Kathetern, Kanülen, Pacemakers, Handschuhe, Wundendecken. Im Bereich der Chirurgie von weichen Zellgeweben wird es in Form von Implantaten zum Zweck der Verbesserung der Körperkontur verwendet. Die Silikonpolymere wurden 1958 zum Patent angemeldet.

Das Silikon (in der angelsächsischen Literatur: silicone) ist ein Polydimetil-Syloxan, Syloxan (Si-O-Si) Bindungen enthaltendes Kettenpolymer (ein Makromolekül).

 szilikon.gifDie Struktur und damit die Eigenschaft des Polymers hängt davon ab, ob es darin eine bzw. zwei organische Methylgruppen sind. Falls es zwei gibt, entsteht ein raues, zum Pulver brechbares Harz, wenn die Syloxan-Kette kurz ist, bekommen wir Silikonöl, wenn sie länger ist, ein kaum fließendes bzw. plastisches Material.

 

Das Gel bzw. die plastischen Polymere werden mit aktivem Füllstoff gefüllt, in kleinem Maße vernetzt, und so bekommt man ein Gel von unterschiedlicher Weiche oder ein Elastomer. So umgibt die äußere Elastomerhülle bei einem Brustimplantat Silikongel. 

 

Kann sich eine Silikonallergie ausbilden?

 
Es können eigentlich allerlei Allergien vorkommen, die Silikonallergie ist aber doch am seltensten. Wir berühren uns im Alltag auch mit Silikon, da es in den meisten Kosmetikartikeln, Putzmitteln und Lebensmitteln zu finden ist.
 

Ob das Implantat mein Äußeres ändert? 

Ja. Ein Brustimplantat kann seiner Trägerin ein sehr natürliches Äußeres und Gefühl sichern – die onkologischen Gesichtspunkte spielen selbstverständlich auch hier eine Rolle. Die Brustvergrößerung kann das Äußere dem Wunsch der Patientin entsprechend auf dramatische Art und Weise korrigieren.
 

Über die Silikon-Implantate

Die zur Brustvergrößerung verwendeten Silikon-Implantate sind sehr sicher. Es ist eine mit wissenschaftlichen Forschungen bewiesene Tatsache, dass diese Implantate weder krebserregende noch eine Autoimmunkrankheit verursachende Wirkung haben.

 

equam.jpgDas wird auch durch die am 4. Juli 1998 in Regensburg herausgegebene Zustimmungserklärung bezüglich der Brustimplantate der Europäischen Kommission für die in der plastischen Chirurgie verwendeten ärztlichen Mittel und Qualitätssicherung (European Comittee On Quality Assurance And Medical Devices In Plastic Surgery = EQUAM) unterstützt.
 

Die zehn Punkte von EQUAM: 

1. In unserem alltäglichen Leben ist das Silikon ein weitverbreitetes grundlegendes Material. Zur Zeit steht uns keine bessere alternative Möglichkeit zur Verfügung. In anderen Gebieten der Medizin bzw. der Chirurgie werden auch aus Silikon gefertigte Implantate und ärztliche Mittel verwendet. Diese sind oft nicht nur für den Wohlstand, sondern auch für das Überleben unentbehrlich.

2. Die durchgeführten modernen Studien beweisen ständig, dass die mit Silikongel gefüllten Implantate weder Brustkrebs noch andere bösartige Krankheiten verursachen.

3. Zu unserer Verfügung stehende wissenschaftliche, klinische, immunologische, epidemiologische Untersuchungsangaben beweisen auch, dass die mit Silikongel gefüllten Implantate keine Autoimmun-oder Bindehautkrankheit verursachen.

4. Es gibt keinerlei wissenschaftlichen Beweis hinsichtlich solcher Krankheitsbilder, wie „Silikonallergie“, „Silikonintoxikation“, „atypische Silikonkrankheit“ oder „eine neue Silikonkrankheit“. Bei jedem Implantat tritt eine normale Fremdkörper-Reaktion auf, das ist aber keine Immunkrankheit.

5. Die Silikonimplantate beeinflussen weder die Schwangerschaft noch das Stillen, noch die Gesundheit des gestillten Kindes nachteilig.

6. Die Patientinnen mit einem Brustimplantat beanspruchen eine regelmäßige Kontrolle, und (falls es nötig ist) eine Instrumentenuntersuchung der Busen.

7. Die Silikon nachgewiesenen Labortests haben keinen klinischen Wert. Bis jetzt wurden keine spezifischen Antikörper gegen das Silikon nachgewiesen.

8. Nach EQUAM braucht man dringend eine einheitliche, funktionierende, spezielle EU Vorschrift hinsichtlich der Silikonimplantate. EQUAM dringt die Vereinbarung der europäischen Mitgliedsstaaten auf diesem Bereich.

9. EQUAM betreibt die kontinuierlichen klinischen Grundforschungen zu einer weiteren Entwicklung der Brustimplantate und der neuen Technologien.

10. Um die Kranken zu beruhigen braucht man objektive Mitteilungen der Medien. EQUAM sichert die frischesten Angaben für die Ärzte und die Medien.
  

Was muss man über die Kapselschrumpfung wissen?

 

Wenn ein Körper um einen fremden Stoff wie das Implantat heilt, bildet er Faserstoff, der das eingesetzte Material umgibt. Diese „Kapselbildung“ ist die normale Reaktion des Körpers auf den Fremdkörper, und bedeutet dessen Isolierung, dessen Schutz. 

Nach dem Eingriff bildet sich eine Schwellung bzw. ein Schwachgefühl, aber sie vergehen schnell, und dann wird die Brust flexibler. Die Faserkapsel bildet sich innerhalb der nächsten Wochen heraus. Die Mehrheit der Kapseln ist weich und geschmeidig, aber die das Implantat umgebende Kapsel kann sich gelegentlich verdicken und nach unten kontrahieren. Diese Kontraktur kann sich in verschiedenen Stufen entwickeln, zum Beispiel kann sie nur auf die eine Brust wirken, oder auf die beiden, sie kann sich in einigen Monaten herausbilden, oder plötzlich, viele Jahre nach der Operation usw. 

Die Kapselkontraktur kann Härte, Unbequemlichkeit, gelegentliche Schmerzen im Brustgebiet, sogar die Deformierung der Form der Busen verursachen. Diese Symptome hängen ganz und gar von dem Druck um das Implantat ab.

Es ist schon erkannt, dass die Herausbildung der Kapsel im Falle von Implantaten mit POLYURETAN praktisch nicht vorkommt, und diese Implantate ein weicheres, natürlicheres Ergebnis für die Mehrheit der Frauen bieten.

 

Wo wird das Implantat hineingelegt?

 

bemetszes_mell_alatt.jpgDurch einen Einschnitt unter der Busen:

Am häufigsten kommt es zu einem Einschnitt und zur Hineinlegung des Implantates in der natürlichen Hautfalte unter den Busen. 

Dieser Eingriff ergibt eine versteckte, kaum sehbare Narbe bei guter Heilungsbegabung.

Die Höhle, die das Implantat fasst, ist gut übersehbar und so kann man bei der Operation eine genauere Symmetrie erreichen.
 

bemetszes_bimbo_korul.jpgDurch einen Einschnitt um den Warzenhof:

 

In diesem Fall strickt sich der Einschnitt am Rande des Warzenhofes, an der Grenze der Haut von zwei Farbschattierungen in Form eines Halbkreises. 

Eine sehr wichtige Voraussetzung der Aufführungsmöglichkeit ist der genügend breite Warzenhof. Diese Technik wird besonders im Falle einer Brustvergrößerung mit gleichzeitigem Brustaufnähen verwendet.
 

bemetszes_honaljban.jpgDurch einen Einschnitt unter dem Arm:

 

Der Einschnitt führt hoch in der Achselhöhle. Die für das Implantat geeignete Höhle kann sorgfältig nur mit einem Endoskop herausgebildet werden, und die Form und Größe der einzusetzenden Implantate ist limitiert!

Im Falle einer schlechten Heilungsbegabung kann der Einschnitt unter dem Arm bei gehobenen Armen und rasierter Achselhöhle auffallend, bemerkbar sein. 

Zugleich ist diese Methode bei Kranken mit Neigung zum Bruch die einzige Operationsmethode, die in Frage kommen kann.

 

Wohin wird das Implantat hineingelegt?

 

implant_helye.jpgDirekt unter den Drüsenbestand:

 

Das Implantat wird unter den Drüsenbestand, über die Brustmuskel und deren Fell hineingelegt. 

Der Vorteil dieser Methode ist, dass sich das Implantat mit seinem Brustgewebe zusammen bewegt, so befolgt es auch weiterhin die Position der Brust, also deren Lockerung mit dem Vergehen der Jahre.

Ein Nachteil ist, dass das Implantat bei denjenigen, die über dünnes Brustgewebe verfügen, sehbar bzw. tastbar werden kann. Es kann auch oft vorkommen, dass es sich wellt. Diese Technik ist also bei den Frauen vorteilhaft, die ein genügend dichtes, massiges, flexibles Brustgewebe haben.

 

implant_helye_izom_alatt.jpgDie Einsetzung wird unter den Brustmuskel eingesetzt:

 

 

Das ganze Implantat, oder nur die obere Hälfte-, bzw. ein Drittel von ihm kommt unter den Brustmuskel. 

Diese Technik ist zu empfehlen, wenn die Patientin über sehr wenig eigenes Brustgewebe verfügt. 

Ein Vorteil ist, dass das Implantat versteckt wird, seine Konturen nicht zu sehen sind, es sich selten oder gar nicht wellt.

 

Können Schwangerschaftsstreifen nach der Einsetzung des Implantates auf der Brust erscheinen?

mell.jpgSehr selten, besonders, wenn die Größe des Implantates Ihren körperlichen Gegebenheiten bzw. Ihrer Gestalt entspricht.

 

Ich stehe vor einer Mammografie-Untersuchung. Ob das Ergebnis dadurch beeinflusst wird, dass ich ein Brustimplantat habe?

Es ist sehr wichtig, dass die die Untersuchung durchführenden Personen über das Implantat informiert werden. Es kann eine aus mehreren Positionen durchgeführte Untersuchung nötig sein, weiterhin eine spezielle Technik, eine sorgfältigere Aufpassung.

 


Inwiefern beeinflusst das Implantat die Herausbildung der Tumorkrankheiten?

Laut umfassenden Studien leiden die Frauen, die ein Brustimplantat haben, nicht öfter am Brustkrebs, als die Frauen, die keine haben. Die Brustimplantate haben keine Wirkung auf die Herausbildung von Tumorkrankheiten. Bei der Verwendung der normalen, silikonüberzogenen oder POLYURETAN-Implantate konnte das Vorkommnis des Brustkrebses nicht nachgewiesen werden, weder bei Menschen-, noch bei Tierversuchen. Die Wissenschaft rechnet aber immer mit theoretischem Risiko.


Ob das Risiko des Vorkommnisses von Autoimmunkrankheiten bei Frauen, die ein Brustimplantat haben, größer ist? 

Nein. Es wurde keinerlei Kontakt zwischen dem Vorkommnis der Autoimmunkrankheiten bzw. den mit Silikon Gel gefüllten Implantaten gefunden.


Wie lange dauert ein Implantat? 

Jeder Organismus zeigt eine individuelle Reaktion auf einen Fremdkörper. So gibt es keine einheitliche Regel, wie lange ein Implantat dauern kann. Einige Angaben können diesbezüglich in früher publizierten ärztlichen Studien gefunden werden. Nach ihnen ist die durchschnittliche Lebensdauer eines Implantates 10 Jahre. Dank der neuen, modernen Technologie der Implantate wird die zu erwartende Lebensdauer dieser jetzigen neuen Implantate viel länger. Die jüngeren Patientinnen müssen damit rechnen, dass die Implantate ausgetauscht werden müssen, unabhängig davon, wer sie hergestellt hat, oder was für ein Typ sie sind.


Wie sollen Sie sich auf die Konsultation mit Ihrem Arzt vorbereiten?

Sie sollen Ihren Arzt alles fragen , worauf Sie neugierig sind. Bereiten Sie sich auf das Gespräch vor, machen Sie eine Liste Ihrer Fragen, hinsichtlich der Brustvergrößerung bzw. der wiederherstellenden Operation. Besprechen Sie eine jede Frage mit Ihrem Arzt. Es ist sehr wichtig, dass Sie eine eigene, klare, präzise Entscheidung treffen können, bevor Sie sich der Operation unterwerfen.

 

 

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